Mit den Drachen träumen und Projekte planen

Uns verschlug es für eine Woche Mitte Juli (17.-22.07.2017 ) nach Österreich. Genauer gesagt zunächst nach Mönichkirchen um dort an der Veranstaltung „Kommunales Commitment. Fortbildung für tiefgreifende Kommunikation, Verständnis und gemeinsame Entwicklung.“ teilzunehmen. Organisiert und unterstützt von der Akademie für nachhaltige Entwicklung, beschäftigten wir uns in diesem Rahmen mit der von John Croft konzipierten Methode Dragon Dreaming. Wir bekamen eine Einführung in die Grundlagen einer partizipativen und gleichzeitig hoch strukturierten Projektplanungs- und Projektmanagement-Methode. Inhaltlich geleitet wurde der Workshop von Antonia Coffey (Stadt- und Regionalplanerin), die wir schon aus dem Netzwerk der Zukunftswerkstätten kennen.

 

 

 

 

 

 

Anhand selbstgewählter Projekte beschritten wir gemeinsam einzelne Phasen der Methode und probierten damit aus, wie dieses Vorgehen auf uns wirkt.  Dragon Dreaming durchbricht bekannte Muster und verbindet klares Projektmanagement mit tiefem Dialog, Verantwortung, Beteiligung und vor allem mit Freude und Erfolg.

In der wundervollen Umgebung des Wechsel (Gebirge) gelegen kamen auch gelegentliche Spaziergänge ein paar Höhenmeter hinauf oder eine Fahrt mit dem Sessellift nicht zu kurz.

Während des Workshops bekamen wir auch einen Einblick in die Methode der Soziokratie, bei der Entscheidungen im Konsent getroffen werden. Das bedeutet, dass es keine schwerwiegenden Einwände zum Vorschlag geben darf.

Zum Abschluss der Woche besuchten wir zwei spannende Gemeinwesen-Projekte. Das eine Projekt ist ein kooperativ selbstverwaltetes Wohnprojekt in Wien in Trägerschaft des Vereins für nachhaltiges Leben. Die Wohnanlage mit diversen auch öffentlich zugänglichen Freizeit- und kommerziellen Einrichtungen gewann bereits internationale Preise. Wir konnten mit einer Bewohnerin ins Gespräch kommen um dieses beeindruckende Projekt zu bestaunen und dabei viele Detailfragen loszuwerden. Auch hier werden Entscheidungen soziokratisch getroffen. Unsere Referentin Antonia Coffey begleitete das Projekt von den Anfängen.

Weiter ging es dann nach Sankt Andrä Wördern. Dort bekamen wir einen Einblick in das Projekt Dorfplatz, ein sozio-ökonomisches Zentrum für kooperatives Arbeiten, Lernen und Leben. Durch die Mitwirkung verschiedener Kunsthandwerker_innen in kleinen Werkstätten, dem Angebot eines Gemeinschaftsbüros, eines Repair Cafés und einer gemeinschaftlich genutzten Infrastruktur können sich Alt und Jung, Handwerk und Dienstleistung, Food Coop und soziale Projekte, Kochbegeisterung und Heißhunger begegnen. Hier hat auch der Verein „Grenzenlos St. Andrä-Wördern“ seinen Sitz, der u. a. interkulturelle Kochabende organisiert. Auch hier sprachen wir mit Projektverantwortlichen und hatten einiges zum Staunen. Peter Mlczoch, Vorstandsmitglied des Vereins „Grenzenlos St. Andrä Wördern“ war unser Ansprechpartner in Österreich und begleitete uns zu den Projekten.

Die Köpfe voller Eindrücke und Ideen ging es dann mit dem Nachtzug von Wien wieder in die Heimat.

 

 

 

 

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