Landesweiter Generationendialog

Was bisher geschah – Eine kleine Vorgeschichte

In 2015 probierten wir es das erste Mal aus. Wir setzten uns mit Jugendlichen und Senior*innen aus dem Organisationsteam des Altenparlaments zusammen überlegten uns ein Veranstaltungsformat, in dem sich junge Menschen und Menschen aus der Großelterngeneration über ihre Ideen für ein zukunftsfähiges Mecklenburg-Vorpommern austauschen und diese gemeinsam weiterentwickeln können. Jugendliche der Veranstaltung „Jugend fragt nach“ und Senior*innen des Landesseniorenbeirates machten mit uns hatten keine Schwierigkeiten gemeinsame Themen und Ideen zu finden, für die sich dann zusammen im Gespräch mit Landtagsabgeordneten eintraten. Auf allen Seiten zeigte sich großes Interesse für die Erfahrungen und Ziele des Gegenübers. Für uns stand daher schnell fest: Dieses Format wollen wir weiterführen.

Der Generationendialog 2019

Nachdem 2015 und 2017 die ersten landesweiten Generationendialoge in Schwerin direkt im Anschluss an „Jugend fragt nach“ stattfanden, organisierten wir ihn in diesem Jahr das erste Mal zeitlich eigenständig und in Vorpommern. Genauer gesagt in Anklam. Eingebettet in die Landesseniorentage luden der Landesseniorenbeirat MV und der Landesjugendring MV in Kooperation mit dem Landtag MV und mit Unterstützung des Kreisjugendrings Vorpommern-Greifswald am 02. Oktober junge Menschen, Senior*innen und Politiker*innen in den Demokratiebahnhof ein. Das Motto „MV for future“ (übrigens ein von den Senior*innen im Vorbereitungsteam präferierte Slogan) machte dabei klar: Hier soll es um Ideen gehen, wie Mecklenburg-Vorpommern in Zukunft für alle Generationen lebenswerter werden kann und wie wir uns selbst dafür einbringen können.

In gemütlicher Atmosphäre zwischen Sofas und Keksen fanden die rund 50 Teilnehmer*innen schnell Themen zum Austausch und Weiterdenken. An fünf Tischen konnten sie sich mit Leuten zusammenfinden, die ähnliche Fragen und Ziele bewegen und überlegen, wie sie dazu gemeinsam aktiv werden können. Dabei entstanden insgesamt 12 Verabredungen, an denen die Teilnehmer*innen weiter dranbleiben wollen. Darunter sind Themen wie Gemeinschaftsspielstätten, regionale Fahrdienste, Engagement für mehr Geld für Schulen bzw. Schulbildung, Aufklärung u.a. zu den Themen Nachhaltigkeit und Sucht, sowie der Einsatz für bessere Mitwirkungsmöglichkeiten. Im Plenum wurden die Verabredungen noch mal konkretisiert und einige Male um weitere Interessierte, die mitwirken wollen, ergänzt. Deutliches Ergebnis der Veranstaltung waren aber nicht nur die Verabredungen miteinander. Besonders geschätzt haben die Teilnehmer*innen das gegenseitige Interesse, die Dialoge auf Augenhöhe, den wertschätzenden Umgang und das gewachsene Verständnis unter den unterschiedlichen Personengruppen. Jugendliche und Senior*innen sehen oft ähnliche Probleme vor Ort und können sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen in ihrem Engagement ergänzen und gegenseitig unterstützen. Auf den Generationendialog 2021 sind wir jetzt schon sehr gespannt.

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