Schwerin

Ein “nicht so schönes Jahr”

In dieser Woche jährt sich die Corona-Pandemie. Mitte März blieben plötzlich Schulen, Geschäfte und zahlreiche Dienstleistungen geschlossen. Dieses zweifelhafte Jubiläum nimmt der Schweriner Kinder- und Jugendrat zum Anlass, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Schließlich waren die Pläne letztes Jahr groß, wie die SVZ am 15.06.2020 berichtete.

 In ihren Erzählungen machen die Jugendlichen deutlich, es war weder alles gut, noch war alles schlecht. In kurzen Videos erzählen die Jugendlichen auf ihrem Instagramaccount @kijurasn von ihren Erlebnissen des letzten Jahres. Einig sind sich alle: 2020 war für jeden Menschen etwas Besonderes, egal wo auf der Welt.

Die Erfahrungen der Jugendlichen sind sehr unterschiedlich, so wird das Homeschooling sehr differenziert betrachtet. Für einige war es eine Erleichterung, da das frühe Aufstehen wegfiel, man viel flexibler lernen konnte und durch eine mögliche Internetnutzung alternative Lernangebote nutzen konnte. Trotzdem fehlte allen nach einiger Zeit doch der Unterricht. Mit der Zeit wurden Wissenslücken größer und nicht jeder Unterrichtsstoff eignet sich zum Selbststudium. Außerdem ist die Schule ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Während des strengen Lockdowns war es kaum möglich, viele Freunde zu treffen oder Verwandte zu sehen. Einige Schüler und Schülerinnen mussten sogar in Quarantäne. Die Zeit der Isolation war eine Herausforderung.

Die Corona-Pandemie bedeutet auch eine Zeit der persönlichen Einschränkungen und des Verzichts. Das Verantwortungsbewusstsein unter den jungen Leuten ist hoch „wir sind zu Hause geblieben, wir bleiben immer noch zu Hause“ erzählt Karolina Życzyńska, die seit Anfang 2020 Mitglied im Kinder- und Jugendrat ist. Große Feiern, wie etwas der 18. Geburtstag, das Abi-Feierlichkeiten, Klassenfahrten oder geplante Urlaube fanden nicht statt. Richtig vermisst werden aber die kleinen Dinge wie gemeinsamer Sport, zwanglose Treffen mit Freunden oder das Einkaufen ohne Maske. Diese kleinen Sachen lerne man viel mehr zu schätzen, so Than Tu Schlaak, die ebenfalls seit letztem Jahr Mitglied im Kinder- und Jugendrat ist.

Auch die Arbeit des Rates selbst hat sich verändert. Die regelmäßigen Treffen finden jetzt digital statt. Das letzte Mal persönlich gesehen haben sich die Jugendlichen im Oktober, bei einem gemeinsamen Ausflug. Geplante Aktionen können nicht stattfinden, werden verschoben oder ganz abgesagt. Der persönliche Kontakt lässt sich einfach nicht ersetzen.

Kontaktmöglichkeiten zum Kinder- und Jugendrat finden sich auf der Homepage des Schweriner Jugendrings www.schweriner-jugendring.de

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