Was macht Arbeit mit unserem Leben und welche Veränderungen kommen auf uns zu?

Das Futurale Filmfestivals zum Thema Arbeiten 4.0 war vom 18.2. 2016 bis zum 24.02. 2016 zu Besuch in Rostock. Ein Jahr lang tourt das Filmfestival durch verschiedene Städte in Deutschland. Im Liwu wurden sieben Filme gezeigt wie Arbeit heute und in Zukunft aussehen kann und sich verändern könnte. Was macht Arbeit mit unserem Leben und welche Veränderungen kommen auf uns zu? Wird die Arbeit zu den Menschen kommen oder wird der Mensch der Arbeit folgen? Das sind einige der Fragen um die es sich dreht.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gab zu Beginn dieses Prozesses ein Grünbuch raus, in dem Fragen gestellt und Analysen dargestellt werden. Das ganze Thema Arbeiten 4.0 ist als ein Bürger_innendialog angelegt. Ein Teil davon sind die Diskussionen und Gespräche nach den Filmen der Futurale. Im Herbst 2016 soll ein Weißbuch erscheinen, welches Antworten auf die Fragen gibt und die Diskussionsergebnisse zusammenfasst.

Sketchnote_futurale_eröffnung_rostockEröffnet wurde die Woche in Rostock von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse. Auch sie stellten sich einigen Fragen der Moderation und des Publikums. Chancen sehen sie in dem Prozess in einer gerechteren Verteilung von Arbeit, Wahlarbeitszeit und der Digitalisierung. Themen mit denen wir uns weiter beschäftigen müssen sind Qualifikationen für zukünftige Arbeit, Weiterbildung und Führungskultur. Risiken wie prekäre Arbeitsverhältnisse, zunehmende psychische Belastungsstörungen, Frühverrentung sowie Menschen mit geringen oder keinen Abschlüssen wurden auch kurz benannt.

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Ich hatte das Vergnügen zum Abschluss der Woche Thorsten Kolsch (Autor und Protagonist im Film Digitale Nomaden), Leonie Müller (Studentin und Bahnnomadin) sowie Mandy Jochmann (Kommunikationsdesignerin, Autorin, Lauf- und Reisebloggerin) als Gäste zu haben. Wir sahen zusammen mit dem Kinopublikum den Film Digitale Nomaden von Tim Joneschkat und sprachen im Anschluss übers Digitale Nomadentum. Alle drei unterstrichen, dass sie an dieser Art zu Arbeiten und zu Leben die Ortsunabhängigkeit sehr schätzen. Sie haben Onlinebusinesses, die es ihnen ermöglicht von der Ostsee, bei Freund_innen oder aus einem anderen Land heraus zu arbeiten. Sie sind Selbstständige und wie alle müssen sie sich selbst disziplinieren, eigene Routinen finden und Aufträge akquirieren. Es ist eben nur egal, von wo sie das tun. Durch die Flexibilität des Standortes können Freund_innen und Familie besucht werden. Und so teilweise sogar intensivere Zeit verbracht werden, als wenn nur Wochenenden und im besten Fall um die 30 Tage Urlaub im Jahr verfügbar sind.

Leonie  wird wohl im Mai ihre zweite Bahncard100 erwerben und Thorsten wird mit Tim eine Fortsetzung des Film bald rausbringen. Mandy trainiert für den nächsten Triathlon und plant ein Neuseelandrevival nach 10 Jahren.
Mir hat es viel Spaß gemacht und wunderbare Einsichten in die Geschichten dieser 3 wunderbaren Menschen gebracht.
Ich bin gespannt, was davon im Grünbuch erscheint und wie die Diskussionen weiter gehen. Für mich steht auf jeden Fall, dass wir und mit dem Thema Arbeiten und Leben weiter auseinandersetzen müssen und versuchen sollten für alle Menschen das bestmögliche herauszuholen.

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